Die Illyrer und das antike Albanien: Königreiche, Rom und Pyrrhos
Die Geschichte des antiken Albaniens ist die der Illyrer, Epiroten und griechischen Kolonien. Drei illyrische Königreiche folgten aufeinander, bis Rom das letzte 168 v. Chr. unterwarf.

Inhalt9 Abschnitte
- Die Vorgeschichte
- Die frühen Menschen und ihre Funde
- Gesellschaft und Glaube der frühen Menschen
- Wer waren die Illyrer?
- Die Pelasger
- Die Grenzen Illyriens
- Die wichtigsten Stämme
- Städte, Wirtschaft und Sprache der Illyrer
- Die illyrischen Städte
- Wirtschaft, Münzen und Flotte
- Gesellschaft und Königsmacht
- Drei Königreiche in Illyrien
- Die Illyrisch-Römischen Kriege
- Illyrien unter römischer Herrschaft
- Der große Illyrische Aufstand
- Epirus und König Pyrrhos
- Pyrrhos und der „Pyrrhussieg“
- Epirus nach Pyrrhos
- Das Dardanische Königreich
- Dardanien, Makedonien und die Kelten
- Dardanien und Rom
- Antike Autoren über die Illyrer
- Häufige Fragen
Die antike Geschichte Albaniens ist die Geschichte der Illyrer, der Epiroten und der griechischen Kolonien an der Adria. In diesem Raum folgten drei illyrische Königreiche aufeinander. Daneben blühten der epirotische Staat des Pyrrhos und das Dardanische Königreich auf dem Gebiet des heutigen Kosovo. Rom unterwarf sie nacheinander: die illyrischen Gebiete und Epirus 168–167 v. Chr., Dardanien erst gegen Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr.
Dies ist das erste Kapitel unseres Wegweisers durch die Geschichte Albaniens. Es reicht von den ersten Lagerplätzen der Menschen bis zur römischen Eroberung und stellt die wichtigsten Namen und Daten vor. Eigene Abschnitte widmen sich den Städten und der Wirtschaft der Illyrer, dem Leben unter römischer Herrschaft und dem letzten großen Aufstand gegen Rom.
Die Vorgeschichte
Menschen lebten in den albanischen Gebieten schon lange vor den Illyrern. In der mittleren Altsteinzeit war hier der Neandertaler zu Hause, und die Höhle von Konispol im Süden des Landes bewahrt Spuren eines Lagerplatzes aus der Zeit um 24.700 v. Chr. Die Vorgeschichte dauerte etwa 2 Millionen Jahre – bis die Menschen begannen, Metalle zu verwenden.

Die gesamte Menschheitsgeschichte wird in zwei große Epochen eingeteilt, die vorgeschichtliche und die geschichtliche. Die Grenze zwischen ihnen bildet der Beginn der Metallverwendung. Die Schrift kannte man in der Vorgeschichte noch nicht, deshalb nennt man sie „Geschichte ohne schriftliche Dokumente“: Über sie geben nur archäologische Funde Auskunft.
Die Vorgeschichte heißt auch Steinzeit; sie gliedert sich in Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit. Auf sie folgte die Metallzeit mit Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit. Jede Periode hat in den albanischen Gebieten ihre eigenen Spuren hinterlassen.
| Periode | Zeit | Was neu hinzukam |
|---|---|---|
| Paläolithikum | bis vor ~12.000 Jahren | Neandertaler, später Lagerplätze, Höhlen, erste Kunst |
| Mesolithikum | ca. 10.000–7000 v. Chr. | Neue Feuersteinwerkzeuge, erste Versuche mit Ackerbau und Domestizierung von Tieren |
| Neolithikum | ca. 7000–3500 v. Chr. | Geschliffene Werkzeuge, feste Siedlungen, Ackerbau, Viehzucht, Keramik, Pfeil und Bogen |
| Kupferzeit (Äneolithikum) | ca. 3500–2100 v. Chr. | Kupfer; Stein bleibt aber der wichtigste Werkstoff |
| Bronzezeit | ca. 2100–1200/1100 v. Chr. | Siedlungen mit Mauern, Bestattungen unter Grabhügeln (tuma, Grabhügel) |
| Eisenzeit | ab ca. 1100/1000 v. Chr. | Siedlungen auf Hügelkuppen, die illyrischen Stämme bilden sich heraus |
Die Grenzen der Perioden weichen in verschiedenen Büchern etwas voneinander ab, die Daten in der Tabelle sind daher als Näherungswerte zu verstehen. Wichtiger ist es, sich die Reihenfolge der Epochen zu merken und was jede von ihnen Neues brachte.
Die wichtigste jungsteinzeitliche Kultur Südostalbaniens ist die Maliq-Kultur, benannt nach der Siedlung Maliq bei Korça. Zu ihr zählen auch die Fundorte Vashtëmi, Dunavec und Podgorie. Gesiedelt wurde im Freien, in Höhlen oder in Pfahlbauten.
Im Süden, in Epirus, lag Dodona, ein Heiligtum mit einem Orakel des Zeus. Herodot hielt es für das älteste der hellenischen Welt, und Strabon schrieb, die Pelasger hätten es gegründet.
Die frühen Menschen und ihre Funde
Die frühesten Spuren des Menschen in diesen Gebieten werden auf etwa 100.000 Jahre v. Chr. datiert. In der Altsteinzeit lebten die Menschen von Jagd und Sammeln. Aus der jüngeren Altsteinzeit kennt man Freilandlager, Karsthöhlen und die ersten Kunstwerke.
Auf der Karte des Lehrbuchs sind die altsteinzeitlichen Fundorte Gajtan, Xarrë und Konispol eingetragen, unter den jungsteinzeitlichen Cakran, Burimas, Dunavec und Podgorie. Die Siedlung Maliq ist besonders hervorgehoben: Sie weist drei Schichten auf, das heißt, dort lebten Menschen in verschiedenen Epochen.
Maliq ist eine der größten jungsteinzeitlichen Siedlungen. Sie lag an der Stelle eines früheren Sumpfes bei Korça und wurde 1948 entdeckt. Pfahlbauten fand man sowohl in Maliq als auch in Dunavec.
Die Mittelsteinzeit fiel in eine Zeit großer Klimaveränderungen. Damals kamen neue Feuersteinwerkzeuge auf, und die Menschen versuchten erstmals, Pflanzen anzubauen und Tiere zu zähmen. Pfeil und Bogen wurden laut Lehrbuch bereits in der Jungsteinzeit verwendet; damals begann man auch, den Boden mit der Hacke zu bearbeiten.
In der Metallzeit wurden die Werkzeuge widerstandsfähiger: Zuerst fertigte man sie aus Bronze, dann aus Eisen. Der Ackerbau mit dem Pflug breitete sich aus, und er war Sache der Männer.
Gesellschaft und Glaube der frühen Menschen
Die vorgeschichtliche Gesellschaft beruhte auf Blutsverwandtschaft. Das Lehrbuch beschreibt ihre frühe Form als matriarchalisch und nimmt an, dass später eine patriarchalische Sippenordnung mit monogamer Familie an ihre Stelle trat; dieses Schema stammt aus der älteren Schulwissenschaft.
Die jungsteinzeitliche Religion verehrte die Natur und die Fruchtbarkeit, vor allem die Mutter Erde, und war polytheistisch.
Mit der Zeit führten Sippen- und Stammesbande dazu, dass sich Stämme zu Bünden zusammenschlossen, und schließlich zur Entstehung des Staates. Diesen Weg vom Stamm über den Bund zum Staat gehen die Illyrer in den folgenden Abschnitten.
Wer waren die Illyrer?
Die Illyrer waren indoeuropäische Stämme, die gegen Ende der Eisenzeit den Westen des Balkans bewohnten. Das albanische Geschichtsschulbuch sieht in ihnen die einheimische Bevölkerung der Region. Demnach formierten sie sich hier im 2.–1. Jahrtausend v. Chr., also in der Bronze- und Eisenzeit.
Zur Herkunft der Illyrer gibt es zwei Auffassungen. Die eine hält sie für Zuwanderer auf dem Westbalkan, die andere für eine einheimische Bevölkerung, die in einem langen Prozess entstand. Die albanische Geschichtswissenschaft vertritt die zweite. Der Name „Illyrer“ taucht zum ersten Mal um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. bei Herodot auf.
Für die einheimische Herkunft führt das Lehrbuch archäologische Belege an: die Siedlung Maliq sowie Grabhügel und Keramik aus Maliq, Vajza, Mat und Glasinac.
Das illyrische Gebiet erstreckte sich von den Tälern der Save und der Drau im Norden bis zur Morava und zum Vardar im Osten und von der Adria und dem Ionischen Meer im Westen bis zum Akrokeraunischen Gebirge im Süden. Weiter südlich, bis zum Ambrakischen Golf, lebten die Epiroten.
Die Pelasger
Antike Autoren berichteten von einer noch älteren Bevölkerung dieser Gegend, den Pelasgern. Ihr Land nannte man Pelasgia, ihre Sprache Pelasgisch. Die Pelasger galten als alte vorgriechische Bevölkerung des Balkans und der Ägäis.
Auch Dodona ist mit den Pelasgern verbunden: Nach Strabon waren sie es, die das Heiligtum gründeten. Über die Pelasger berichteten Herodot und andere antike Geschichtsschreiber.
Die Grenzen Illyriens
Das Lehrbuch teilt das illyrische Gebiet in zwei Teile. Das nördliche Illyrien reichte von Istrien bis zum Fluss Neretva, das südliche von der Neretva bis zum Ambrakischen Golf.
Daneben gibt es einen engeren Begriff, das eigentliche Illyrien. So bezeichnete man das Land von der Neretva bis zum Akrokeraunischen Gebirge, also bis zur Halbinsel Karaburun und zum Llogara-Gebirge.
Neben den Illyrern lagen weitere Landschaften, von denen weiter unten die Rede ist: Dardanien, ungefähr das heutige Kosovo, und südlich davon Paionien.
Die wichtigsten Stämme
Es gab viele Stämme, und je nach Jahrhundert traten andere in den Vordergrund. Diese begegnen dir in Lehrbüchern am häufigsten:
Taulantier: in der Umgebung von Epidamnos (Durrës), zwischen den Tälern von Mat und Shkumbin
Ardiäer: rund um den Skutarisee, mit den Zentren Rhizon und Skodra (Shkodra)
Dardaner: auf dem Gebiet des heutigen Kosovo und in seiner Umgebung
Encheleer: am Ohridsee
Parthiner und Dassareten: die einen im Tal des Shkumbin, die anderen im Südosten Albaniens
Amantier: im Hinterland des Golfs von Vlora
Albaner: in der Gegend von Mat und Kruja
Das Lehrbuch präzisiert einige Siedlungsgebiete. Die Ardiäer bewohnten insgesamt das Land zwischen Neretva und Kotor, die Labeaten lebten bei Shkodra. Die Penesten siedelten im Tal des Schwarzen Drin. Die Parthiner hatten einen eigenen politischen Bund, das Koinon der Parthiner.
Im Norden der illyrischen Welt lebten die Liburner, an der dalmatinischen Küste die Dalmater. Das wichtigste Zentrum der Dalmater war Delminium.
Als Erster erwähnte der Geograph Ptolemäus im 2. Jahrhundert n. Chr. die Albaner, zusammen mit ihrer Stadt Albanopolis. Sie wird bei Zgërdhesh in der Nähe von Kruja vermutet. Nach verbreiteter Auffassung leitet sich der Name „Albaner“ von diesem Stamm ab.
Ptolemäus selbst verortete Albanopolis zwischen Mat und Shkumbin.
Die Stämme verband eine gemeinsame Kultur: Lebensweise, Kunst, Bräuche rund um Geburt, Hochzeit und Tod sowie ein reger Austausch untereinander.
Städte, Wirtschaft und Sprache der Illyrer
Die ersten illyrischen Städte entstanden Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. Man legte sie auf Hügelkuppen an und gliederte sie in Zonen: Wohnbereich, öffentlicher Bereich, Kultbereich, Handelsbereich und Verteidigungsanlagen. Voraus gingen den Städten ein entwickelter Ackerbau, Viehzucht, Handwerk und ein wachsender Handel.
An der Küste standen damals bereits griechische Kolonien. Die Korinther gründeten zuerst Korkyra (Korfu) und um 627 v. Chr. gemeinsam mit den Korkyräern Epidamnos, das später Dyrrhachion hieß, auf dem Land der Taulantier. Um 600 v. Chr. gründeten Korinther unter Führung von Gylax Apollonia bei Fier; anfangs hieß die Stadt Gylakeia. Bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. kam Orikos hinzu. Auch Illyrer gehörten zur Bevölkerung der Kolonien, denn diese entstanden auf Land, auf dem schon vorher Illyrer lebten.
An dieser Küste entstanden Kolonien seit dem Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr.
| Kolonie | Gegründet | Gründer |
|---|---|---|
| Korkyra (Korfu) | Vor Epidamnos | Korinther |
| Epidamnos (Dyrrhachion, Durrës) | Um 627 v. Chr. | Korinther und Korkyräer, auf dem Land der Taulantier |
| Apollonia (Gylakeia), bei Fier | Um 600 v. Chr. | Korinther unter Führung von Gylax |
| Orikos | Bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. | — |
Der römische Dichter Catull nannte Dyrrhachion die „Taverne der Adria“ (das Lehrbuch Albas schreibt diese Worte Cicero zu), und Cicero schrieb über Apollonia als „große und erhabene Stadt“.
Sprache. Das Illyrische war eine indoeuropäische Sprache, und seine Spuren haben sich im heutigen Albanisch erhalten. Illyrische Texte sind nicht überliefert, deshalb kennen wir Namen und Bezeichnungen nur in griechischer oder lateinischer Schreibung.
Religion. Die Illyrer verehrten die großen Götter der Antike, gaben ihnen aber lokale Züge. Eine besondere Rolle spielten Schlange und Sonne, außerdem gab es Mythen über Tiere und Naturerscheinungen.
Die illyrischen Städte
Das Lehrbuch hebt eine erste Phase des Städtebaus hervor, das 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. Zu ihr gehören Rhizon, Ulcinj, Skodra, Lissos (Lezha), Uskana, Damastion, Byllis, Amantia, Pelion und Phoinike.
Manche antiken Städte lassen sich heutigen Orten zuordnen: Amantia wird mit Vlora in Verbindung gebracht, Byllis mit Ballsh. Königsgräber fand man in Selca e Poshtme bei Pogradec, das mit dem antiken Pelion gleichgesetzt wird.
Ihre Blütezeit erlebten die illyrischen Städte im 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr.
Wirtschaft, Münzen und Flotte
Die Illyrer bauten Getreide, Oliven, Wein und Obst an und hielten Bienen. Verkauft wurden Getreide, Olivenöl, Wein, Honig und Wachs.
Die Viehzucht folgte den Jahreszeiten: Im Sommer weideten die Herden in den Bergen, im Winter trieb man sie in die Ebenen.
Die illyrischen Könige Monunios, Mytilos und Genthios sowie die Städte Amantia, Byllis und Skodra prägten Bronze- und Silbermünzen. Die Silbermünze wird als illyrische Drachme bezeichnet.
Griechische und römische Quellen zeigen, dass die Illyrer die Seefahrt entwickelten und nebenbei auch die Piraterie. Ihr schnelles Schiff, die Liburne, übernahmen die Römer später in ihre eigene Flotte. Lange beherrschten die Illyrer die Adria bis hinunter nach Korfu.
Gesellschaft und Königsmacht
Die illyrische Gesellschaft gliederte sich in drei Schichten: die Reichen, die kleinen freien Grundbesitzer und die Unfreien, vor allem Sklaven. Nach dem Lehrbuch bildete sich bei den Illyrern im 5. Jahrhundert v. Chr. eine Sklavenhaltergesellschaft heraus, und sie bewegten sich auf die Gründung eines Staates zu.
In dieser Zeit entstand auch das Amt des Königs, des Basileus. Anfangs wählte man den König aus dem stärksten Stamm, später wurde die Herrschaft erblich.
Drei Königreiche in Illyrien
Die illyrische Staatlichkeit durchlief drei Phasen. Das erste Königreich entstand Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr., das zweite Ende des 4. Jahrhunderts. Das dritte mit der Hauptstadt Shkodra bestand bis 168 v. Chr., als Rom es zerschlug.
Neben den illyrischen Königreichen gab es in der Antike in diesen Gebieten und ihrer Nachbarschaft den epirotischen Staat, das Dardanische Königreich und die Stadtstaaten Dyrrhachion und Apollonia.
Das erste Königreich. Sein Zentrum lag im Land der Encheleer am Ohridsee (Lychnidos), und bis 335 v. Chr. regierte es die Dynastie des Bardylis. Bardylis selbst gilt als der erste zweifelsfrei bekannte illyrische König. 359 v. Chr. (nach anderen Angaben 358) besiegte ihn Philipp II. von Makedonien, der Vater Alexanders des Großen, was das Königreich schwächte. 335 v. Chr. erhob sich Bardylis' Sohn Kleitos gegen die Makedonen, doch Alexander der Große schlug ihn, und die Vorrangstellung ging an die Taulantier über.
Das zweite Königreich. Im letzten Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. lebte das Königreich unter der Dynastie des Glaukias wieder auf, und sein Zentrum verlagerte sich zu den Taulantiern. Die Macht des Glaukias reichte bis Dyrrhachion und Apollonia. Er nahm den jungen Pyrrhos, den späteren König von Epirus, bei sich auf, zog ihn groß und setzte ihn noch als Kind auf den epirotischen Thron. Nach 302 v. Chr. wird Glaukias in den Quellen nicht mehr erwähnt. Der Kampf um den Thron endete 280 v. Chr. mit dem Machtantritt des Monunios; er stärkte Wirtschaft und Handel und ließ Silbermünzen prägen. Nach dem Lehrbuch bestand das zweite Königreich bis 231 v. Chr., und der letzte Herrscher aus der Dynastie des Glaukias war Mytilos.
Das dritte Königreich. Das Zentrum wanderte nach Norden zu den Ardiäern und Labeaten, Hauptstadt wurde Skodra (Shkodra). Die bekanntesten Herrscher sind Pleuratos, Agron, Teuta und Genthios. 231 v. Chr. errang Agron bei der Stadt Medion einen aufsehenerregenden Sieg über die Ätoler, starb aber noch im selben Jahr. Seine Witwe Teuta übernahm die Herrschaft als Regentin für Agrons minderjährigen Sohn Pinnes.
Agron legte die Grundlagen eines starken ardiäischen Staates: Er stützte sich auf die Ardiäer und Labeaten und hielt die Adria mit seiner Flotte unter Kontrolle. Das Ardiäische Königreich hatte Zugang zur Adria und reichte von Narona (Neretva) bis zum Aoos (Vjosa), im Osten bis Ohrid und zum Schwarzen Drin.
Teuta setzte die Seepolitik ihres Mannes fort. Sie eroberte Korkyra (Korfu) und schloss ein Bündnis mit den Epiroten.
Für die Prüfung hilft es, die drei Königreiche als kurzes Schema im Kopf zu behalten.
| Königreich | Zentrum | Herrscher | Ende |
|---|---|---|---|
| Erstes | Land der Encheleer, am Ohridsee | Bardylis, sein Sohn Kleitos | Niederlagen gegen Philipp II. (359 v. Chr.) und Alexander den Großen (335 v. Chr.) |
| Zweites | Land der Taulantier | Glaukias, Monunios, Mytilos | Bestand nach dem Lehrbuch bis 231 v. Chr. |
| Drittes | Land der Ardiäer und Labeaten, Hauptstadt Skodra (Shkodra) | Pleuratos, Agron, Teuta, Genthios | 168 v. Chr. von Rom zerschlagen |
Was sich von Königreich zu Königreich vor allem ändert, ist das Machtzentrum. Es wandert vom Südosten, vom Ohridsee, nach Durrës und in die Täler von Mat und Shkumbin und dann nach Norden, nach Shkodra und an die Adriaküste.
Die Illyrisch-Römischen Kriege
Von 229 bis 168 v. Chr., also über 60 Jahre lang, führte Rom Krieg gegen die Illyrer. Dahinter standen Roms Ansprüche auf den Balkan. Es waren drei Kriege, und sie endeten mit dem Fall des letzten illyrischen Königreichs, das an Rom fiel.

Der Erste Krieg (229–228 v. Chr.) brach aus, nachdem einer der Gesandten, die Rom zu Teuta geschickt hatte, getötet worden war. Im Frieden von 228 v. Chr. verpflichtete sich das Königreich, Rom Tribut zu zahlen, den größten Teil seiner Gebiete abzutreten und südlich von Lissos (Lezha) mit höchstens zwei Schiffen zu fahren, und auch das nur unbewaffnet. Teuta verlor die Macht, und zum starken Mann des Reiches wurde Demetrios von Pharos, ein Verbündeter Roms.
Die Gesandten waren die Brüder Coruncanius. 229 v. Chr. landeten die Römer mit 200 Schiffen und 20.000 Fußsoldaten. Sie besetzten Korkyra, Apollonia und Dyrrhachion und beendeten die illyrische Belagerung der Insel Issa, woraufhin Teuta 228 v. Chr. um Frieden bat.
Der Zweite Krieg (219 v. Chr.) richtete sich gegen Demetrios selbst, der inzwischen eine von Rom unabhängige Politik verfolgte. Seine wichtigsten Festungen, Dimale und Pharos, fielen. Die Römer führte Lucius Aemilius Paullus an, und Demetrios floh zu Philipp V. von Makedonien.
Der Dritte Krieg brachte die Entscheidung. Genthios, der seit 181 v. Chr. regierte, verbündete sich mit dem makedonischen König Perseus gegen Rom. 168 v. Chr. schlug ihn der römische Feldherr Lucius Anicius Gallus bei Skodra, und im folgenden Jahr wurde Genthios als Gefangener nach Rom gebracht.
Das Bündnis des Genthios mit Perseus wird auf 169–168 v. Chr. datiert; auf der Seite des Perseus standen auch die Molosser aus Epirus. Nach Titus Livius sammelte Genthios bei Lissos ein Heer von 15.000 Mann.
Warum unterlagen die Illyrer? Das Lehrbuch nennt drei Gründe: die romfreundliche Haltung von Dyrrhachion und Apollonia, den Verrat des Demetrios von Pharos und das fast doppelt so große römische Heer.
| Krieg | Jahre | Illyrische Seite | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Erster | 229–228 v. Chr. | Teuta | Tribut an Rom, Gebietsverluste, die Macht geht an Demetrios von Pharos über |
| Zweiter | 219 v. Chr. | Demetrios von Pharos | Dimale und Pharos fallen, Demetrios flieht zu Philipp V. |
| Dritter | 168 v. Chr. | Genthios im Bündnis mit Perseus | Niederlage bei Skodra, Genthios als Gefangener in Rom |
Nach 168 v. Chr. ordnete Rom die Verwaltung neu und setzte eine Agrarreform durch, bei der Kolonisten angesiedelt wurden. Manche illyrischen Städte wurden zerstört, andere erhielten den Status römischer Kolonien, und es entstanden auch neue. Von Dyrrhachion aus begann der Bau der Via Egnatia, der wichtigsten römischen Fernstraße auf dem Balkan, die Illyrien mit Makedonien und Thrakien verband.
Illyrien unter römischer Herrschaft
Rom eroberte den Ardiäerstaat, Epirus und Makedonien, stieß in Dardanien jedoch auf heftigen Widerstand; davon weiter unten.
Unter römischer Herrschaft kamen Latifundienbesitzer auf, Eigentümer großer Landgüter. Die Latifundien lagen vor allem in den Ebenen, an der Küste, auf Hügeln und in Tälern. Amtssprache des römischen Illyrien wurde Latein.
Im 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. blühte das städtische Leben in Illyrien: Straßen wurden gebaut, Handel und Handwerk entwickelten sich.
Rom versuchte, die Illyrer zu romanisieren, erreichte dies aber nicht vollständig. Die Romanisierung war im nördlichen Illyrien stärker und im südlichen schwächer. Nach dem Lehrbuch gingen die Illyrer nicht in den Zuwanderern auf: Sie bewahrten ihre Sprache, als deren Erbe das Lehrbuch das Albanische ansieht, ihre Kultur und ihre geschlossene Besiedlung auf dem Gebiet der heutigen Albaner.
Spuren dieser Kontinuität zeigen sich in den Namen. Bis heute erhalten sind illyrische Ortsnamen wie Skodra (Shkodra), Lissos (Lezha), Aulona (Vlora) und Scupi sowie Flussnamen: Drilon (Drin), Mathis (Mat), Scardus (Shar). Auch Genthios, Glaukos, Agron und Teuta sind illyrische Namen.
Später, im 4. Jahrhundert n. Chr., wurden südlich der Neretva vier Provinzen eingerichtet: Praevalitana mit dem Zentrum Shkodra, Dardania mit dem Zentrum Scupi, Epirus Nova mit dem Zentrum Durrës und Epirus Vetus mit dem Zentrum Nikopolis.
Der große Illyrische Aufstand
Die größte Erhebung der Illyrer gegen Rom war der große Illyrische Aufstand von 6 bis 9 n. Chr. Im Jahr 6 begannen ihn die Stämme der Daesitiaten und Breuker, und er erfasste Dalmatien und Pannonien.
Angeführt wurde der Aufstand von drei Männern: von zwei Anführern namens Bato sowie von Pinnes. Die Aufständischen stellten ein Heer von 200.000 Fußsoldaten und 9.000 Reitern auf. Die Bedrohung war so ernst, dass Kaiser Augustus den Senat warnte: Ohne Verteidigungsmaßnahmen könne der Feind in zehn Tagen vor Rom stehen.
Dieser Aufstand schwächte Rom erheblich.
Der Aufstand zeigt, dass die illyrischen Stämme auch mehr als anderthalb Jahrhunderte nach dem Sturz des Genthios eine Macht blieben, mit der Rom rechnen musste.
Epirus und König Pyrrhos
Epirus ist eine historische Landschaft im Süden des heutigen Albaniens und im Nordwesten Griechenlands. Hier lebten drei Hauptstämme: die Chaonen im Nordwesten, die Molosser in der Mitte und die Thesproter im Süden. Seine Blütezeit erlebte der epirotische Staat unter König Pyrrhos (297–272 v. Chr.).
Epirus reichte vom Ambrakischen Golf im Süden bis zum Llogara-Pass und zum Tal der Vjosa im Norden und vom Pindos-Gebirge im Osten bis zum Ionischen Meer im Westen. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. waren Gitana und Phoinike (Finiq) die wichtigsten Städte.
Den Chaonen gehörten Butrint, Onchesmos (Saranda), Himara und Phoinike (Finiq). Das wichtigste Zentrum der Molosser war Passaron. Der epirotische Staat selbst bildete sich nach dem Lehrbuch Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. heraus.
Wie sich der Staat wandelte. Zuerst bestand hier das Molossische Königreich (König Tharyps und sein Sohn Alketas), dann der Molossische Bund unter Alexander dem Molosser. Dieser Alexander, ein Onkel Alexanders des Großen, fiel um 331 v. Chr. in Süditalien in der Schlacht bei Pandosia. Später entstand der Epirotische Bund, ein Bundesstaat. In den 230er-Jahren v. Chr. wurde die Monarchie in Epirus gestürzt, und der Bund wurde zur Republik.
Das Lehrbuch beschreibt diesen Weg in drei Phasen. Die erste ist der Molossische Bund (Koinon), in dem König Tharyps Reformen durchführte; der Form nach war er eine föderale Monarchie, in der die Macht des Königs begrenzt, aber erblich war. Die zweite ist die Epirotische Symmachie, ein Bund unter der Herrschaft der molossischen Könige, in den die Blütezeit unter Pyrrhos fiel. Die dritte ist die Epirotische Liga, eine föderale Republik, die nach dem Sturz der Monarchie um 233 v. Chr. entstand.
Epirus ging also den Weg von einem Stammesbund unter molossischen Königen zur Republik. Deshalb ist es bei Fragen zu Epirus so wichtig, die Zeit des Pyrrhos, den Höhepunkt der Monarchie, von der Zeit der Liga zu unterscheiden, die bis zur Ankunft Roms bestand.
Pyrrhos und der „Pyrrhussieg“
Unter Pyrrhos erstarkte Epirus: Der König festigte seine Macht, verfolgte eine unabhängige Außenpolitik und hatte militärisch wie wirtschaftlich Erfolg. 295 v. Chr. gründete er Antigoneia bei Gjirokastra und benannte es nach seiner ersten Frau Antigone.
Zur Hauptstadt seines Reiches erklärte Pyrrhos Ambrakia.
Zu seinen Gegnern zählten Rom, Makedonien, Sparta, Argos und Karthago, gegen das er auf Sizilien kämpfte. 280 v. Chr. besiegte Pyrrhos die Römer bei Herakleia, danach bei Asculum, erlitt dabei aber so schwere Verluste, dass daraus der Ausdruck „Pyrrhussieg“ entstand: ein Erfolg, der teurer zu stehen kommt als eine Niederlage. Während Pyrrhos in Italien kämpfte, schlossen die Römer ein Abkommen mit den Karthagern. 275 v. Chr. unterlag er den Römern bei Benevent, 272 fiel er in Argos.
Anlass für den Italienfeldzug war die Bitte der griechischen Kolonie Tarent um Hilfe gegen Rom. Nach dem Lehrbuch landete Pyrrhos 280 v. Chr. mit etwa 25.000 Kriegern und 20 Kriegselefanten in Italien. Auf Sizilien kämpfte er in der Gegend von Syrakus gegen Karthago.
Epirus nach Pyrrhos
Nach dem Sturz der Monarchie wurde Phoinike zum Zentrum der Epirotischen Liga. Polybios nannte sie die stärkste und reichste Stadt von Epirus. Die Liga bestand vom Sturz der Monarchie bis zur römischen Eroberung.
Im Krieg Roms gegen Perseus von Makedonien spalteten sich die Epiroten: 170 v. Chr. unterstützten die Molosser Perseus, die Chaonen und Thesproter dagegen Rom. 168 v. Chr. wurde Epirus von Rom unterworfen.
Epirus nahm ein bitteres Ende. 167 v. Chr. plünderte Lucius Aemilius Paullus 70 epirotische Städte und versklavte rund 150.000 Menschen, und Epirus kam unter römische Herrschaft.
Das Dardanische Königreich
Das Dardanische Königreich entstand im 4. Jahrhundert v. Chr., sein Zentrum lag auf dem Gebiet des heutigen Kosovo. Es war reich an Erzen und lag günstig zwischen den Mächten des Balkans. Auf seinem Höhepunkt reichte es im Norden bis Naissus (Niš) und im Süden bis zum Vardar.
In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. schlossen sich die Stämme Dardaniens zusammen. Das Wort „Dardaner“ selbst ist indoeuropäischen Ursprungs; man verbindet es mit dem albanischen dardhë, „Birne“, dann wäre Dardanien das „Land der Birnen“, doch diese Deutung bleibt eine Hypothese.
Die wichtigsten Städte Dardaniens waren Damastion, Scupi (Skopje), Naissus und Ulpiana. An der Spitze stand ein König. Der antike Autor Agatharchides, zitiert bei Athenaios, schrieb, die Dardaner hätten viele Sklaven besessen, manche sogar tausend und mehr, die in Friedenszeiten das Land bestellten.
Dardanien, Makedonien und die Kelten
Das Dardanische Königreich führte häufig Krieg gegen Makedonien. Als Grund nennt das Lehrbuch das Streben Makedoniens nach Vorherrschaft in der Region; der Streit begann um Paionien, eine Landschaft im Süden Dardaniens und im Norden Makedoniens. Schon 358 v. Chr. (im Lehrbuch Albas: bis 344) unterwarf Philipp II. von Makedonien Paionien, und um 231 v. Chr. nahm der dardanische König Longaros es Makedonien wieder ab.
Um 280 v. Chr. bedrohte ein großer Kelteneinfall Dardanien. Unter den Königen sind Longaros, Bato und Monunios bekannt. 201 v. Chr. zog Bato an der Seite Roms gegen Philipp V. von Makedonien.
Longaros regierte etwa 231–206 v. Chr., Bato 206–176 v. Chr. und Monunios 176–167 v. Chr.
Von der Stärke der Dardaner zeugt ihre Rolle im Krieg gegen die Kelten. Nach Justin bot Dardanien Makedonien 20.000 Krieger gegen die Kelten an, doch Makedonien lehnte ab. Und Diodor schreibt, die in Griechenland geschlagenen Kelten hätten sich zurückgezogen und seien auf dem Land der Dardaner vernichtet worden.
Dardanien und Rom
Das Bündnis mit Rom hielt nicht. Nach der römischen Eroberung Makedoniens schlug das Verhältnis in Krieg um; das Lehrbuch datiert dessen Beginn auf 76 v. Chr. 28 v. Chr. gliederte Marcus Licinius Crassus Dardanien ein. Es wurde Teil der römischen Provinz Moesia und Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. eine eigene Provinz. Aus Dardanien stammte der byzantinische Kaiser Justinian I.: Er kam um 482 in Tauresium unweit von Skopje zur Welt.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. kämpfte Dardanien nicht mehr gegen Makedonien, sondern gegen Rom. Der Prokonsul von Makedonien Gaius Scribonius Curio führte 75–73 v. Chr. Krieg gegen die Dardaner. Eine eigene Provinz wurde Dardanien im Jahr 293 n. Chr.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| Um 280 v. Chr. | Kelteneinfall |
| 201 v. Chr. | Bato zieht an der Seite Roms gegen Philipp V. |
| 76 v. Chr. | Nach dem Lehrbuch Beginn des Krieges mit Rom |
| 28 v. Chr. | Marcus Licinius Crassus gliedert Dardanien ein, es wird Teil von Moesia |
| 293 n. Chr. | Dardanien wird eine eigene Provinz |
| Um 482 n. Chr. | In Tauresium kommt der spätere Kaiser Justinian I. zur Welt |
Antike Autoren über die Illyrer
Die Illyrer haben keine eigenen Texte hinterlassen, deshalb wird ihre Geschichte anhand griechischer und römischer Autoren und mithilfe der Archäologie rekonstruiert. Eine der ältesten Erwähnungen dieser Gebiete findet sich in Homers „Odyssee“, die die Thesproter in Epirus nennt.
Als wichtigste Quellen zu den illyrischen Stämmen gelten die „Geographika“ des Strabon (1. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr.) und das Werk des Ptolemäus (2. Jahrhundert n. Chr.), bei dem zum ersten Mal der Name „Albaner“ auftaucht. Herodot nannte, wie schon erwähnt, als Erster die Illyrer beim Namen und hinterließ einen Bericht über die Pelasger und Dodona.
Über die Illyrer und Pelasger schrieben auch viele andere antike Autoren: Thukydides, Polybios, Plinius der Ältere, Plutarch, Appian und Dionysios von Halikarnassos. Viele Einzelheiten aus diesem Artikel, etwa über Genthios, Pyrrhos oder die Dardaner, kennen wir gerade aus ihren Werken sowie aus den Schriften von Titus Livius, Justin und Diodor.
Weiter geht es mit dem mittelalterlichen Albanien: Byzanz, Arbër und die ersten albanischen Fürstentümer.
Häufige Fragen
Sind die Illyrer die Vorfahren der Albaner?
So sieht es die albanische Geschichtswissenschaft, und davon geht auch das Schulbuch aus. Im heutigen Albanisch finden sich Spuren des Illyrischen, und Ptolemäus verwendet den Namen „Albaner“ zum ersten Mal für einen der illyrischen Stämme. In der internationalen Forschung wird die Frage weiterhin diskutiert.
Wer war der letzte illyrische König?
Genthios, der ab 181 v. Chr. von seiner Hauptstadt Shkodra aus regierte. Er verbündete sich mit Makedonien gegen Rom, wurde 168 v. Chr. von Lucius Anicius Gallus geschlagen und später als Gefangener nach Rom gebracht.
Wer war Königin Teuta?
Die Witwe des Ardiäerkönigs Agron, die nach seinem Tod 231 v. Chr. als Regentin für den minderjährigen Sohn herrschte. In ihre Zeit fällt der Erste Illyrisch-Römische Krieg, nach dem Teuta die Macht verlor.
War Pyrrhos ein Illyrer?
Nein, Pyrrhos war König von Epirus und stammte aus dem Geschlecht der Molosser. Mit den Illyrern verbindet ihn seine Kindheit: Der Taulantierkönig Glaukias nahm ihn auf, zog ihn groß und setzte den Jungen auf den epirotischen Thron.
Was ist die Via Egnatia?
Eine römische Straße, die in Dyrrhachion (dem heutigen Durrës) begann und über den Balkan nach Makedonien und Thrakien führte. Gebaut wurde sie nach der römischen Eroberung, und sie wurde zur wichtigsten Landverbindung der Region.


